Marcel Beyer

Das blindgeweinte Jahrhundert – in Bild und Ton

Literaturfest München
Marcel Beyer: Das blindgeweinte Jahrhundert

Der Georg-Büchner-Preisträger stellt in seinen kulturgeschichtlichen Erkundungen Fragen nach der Funktion von Literatur im 20. Jahrhundert. 

„Man kann Tränen als Medium betrachten, als Schleier, als etwas, in dem die Welt sich verzerrt spiegelt oder das, wenn öffentlich Tränen vergossen werden, zum Medium einer glitzernden Selbstbespiegelung wird“, sagt Marcel Beyer.  Ob bei fotografierenden Affen und weinenden Faltern, bei einer möglichen Verwechslung von Adorno und Adamo, der rührigen Ergriffenheit Helmut Kohls an Rilkes Grab in Raron oder dem tränenreichen Tagebuch eines Ignatius von Loyola: Das 20. Jahrhundert mag durchs Weinen erblindet sein, aber die Tränen sind auch unserer Zeit noch längst nicht ausgegangen.

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Moderation: Dieter Heß (Bayern 2)

Marcel Beyer um 18 Uhr auf dem Bayern 2-Diwan

In Zusammenarbeit mit dem Tukan-Kreis e.V. und dem Suhrkamp Verlag